Sprachcomputer

Sprachcomputer sind tragbare Computer, die mit einer Sprachausgabe und spezieller Sprechsoftware ausgestattet sind. Sie werden auch Talker oder Kommunikationshilfe genannt und kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Mensch nicht über ausreichende Lautsprache verfügt. Im Volksmund ist häufig die Rede von „Sprachcomputer für Behinderte“ oder „Sprachcomputer für Stumme“. Zutreffender wäre die Bezeichnung „Sprechcomputer“. Der Begriff des Sprachcomputers wird inzwischen zunehmend genutzt für Sprachübersetzer, die früher Translatoren genannt wurden. Diese sind mit einem digitalen Wörterbuch und größtenteils mit einer Sprachausgabe ausgestattet, dienen aber nicht zum Ausgleich einer Behinderung, sondern zum Übersetzen aus oder in andere Sprachen. Typischer Anwendungsfall eines Sprachcomputers für Sprachbehinderte jedoch ist eine Aphasie nach Schlaganfall oder der Einsatz im fortgeschrittenen Stadium einer ALS (Amyotrophe Lateralsklerose).

Je nach motorischen Fähigkeiten können solche elektronischen Kommunikationshilfen mit den Händen oder mittels Augensteuerung bedient werden.

Die Kosten für einen für die Kommunikation notwendigen Sprachcomputer werden üblicherweise von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, da Kommunikation menschliches Grundrecht ist.

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Beratung




Sprachcomputer // Schlaganfall

Ein Schlaganfall tritt meistens unvermittelt ins Leben. Die Folgen können vielfätig sein. Neben körperlichen Behinderungen auf der Seite der betroffenen Gehirnhälfte, kann es bei einem Apoplex auf der sprachdominanten Gehirnhälfte zu vielfältigen Sprach- und Sprechstörungen kommen.

Selbst wenn außer der Motorik auch das Sprachverständnis gestört ist, kann ein moderner Sprachcomputer das Kommunizieren ermöglichen. Dank eingeblendeter Symbole und persönlicher Fotos bedarf es kein Textverständnis. Das Anlautieren eines gesuchten Begriffs oder Hilfestellung beim Satzbau kann darüberhinaus das Wiedererlenen der Sprache fördern.

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Sprachcomputer // ALS

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine Erkrankung der Motoneuronen, die die Rückbildung von Muskeln zur Folge hat.

Im Krankheitsverlauf fortschreitend sind zum einen die Muskeln betroffen, die für das Sprechen zuständig sind wie Zungen-, Lippen- und Kiefermuskulatur. Dadurch wird die Aussprache zunehmend undeutlicher. Zum anderen bildet sich die Hand- und Armmuskulatur zurück, wodurch das Schreiben oder das Bedienen eines regulären Computer zu einer zunehmenden Herausforderung wird.

Weder Sprachverständnis noch Sinnesorgane sind betroffen. Daher kann bei Amyotrophe Lateralsklerose ein Sprachcomputer Abhilfe schaffen, der dank unterschiedlicher Ansteuerungsmöglichkeiten, beispielsweise einer Augensteuerung, über den gesamten Krankheitsverlauf bedient werden kann.

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